Im Austausch mit Juliane kam die Sprache heute auf Kreativität.

In den letzten Jahren wird mir immer klarer, was das ist, wie es entsteht und wie wir es uns zunutze machen können. Hier ein kleiner Aus-/Einblick.

Ich möchte für den Moment „Kreativität“ und „eine Idee“ oder „zu Ideen kommen“ gleichsetzen. Der Keim für Kreativität ist eigentlich „eine Idee“. Was danach kommt ist, sie zu formen.

Das „Bekommen einer Idee“, oder Kreativität an sich, ist ein Prozess, der in Teilprozessen betrachtet werden kann.

Wie bekomme ich eine Idee? Mache ich diese? Oder kann sie nur kommen?
Man hört es schon an der Sprache. Natürlich kann eine Idee nur kommen. Was die meisten beschäftigen wird: Was kann ich tun, damit eine Idee kommt; dass ich die Kreativität in mir (wieder) wecken kann?

Eine Idee kommt

Es kann nur etwas kommen, wenn wir dazu bereit sind. Wir müssen also die Bereitschaft dafür haben. Einerseits klingt es schon so, als wäre es eine Entscheidung. Ich entscheide mich dafür, dass etwas kommen kann. Weiterhin bedeutet die Entscheidung, dass etwas kommen kann auch, dass ich es zulassen muss. Meist findet das sehr unbewußt statt: eine Bewertung (es ist noch nicht reif, es ist nicht gut genug, es ist es nicht wert), bevor die Idee überhaupt da sein darf.

Es bedeutet aber auch, dass der entsprechende Raum dafür vorhanden sein muss. Wenn etwas kommen will, dann braucht es einen Raum, in den hinein es kommen kann.

Stille

Dieser Raum ist Stille. Stille in meinem Geist. Heute stand auf dem Teebeutel von Juliane;-) „Ein entspannter Geist ist kreativ“. Das knüpfte direkt an unserer Gespräch an und sagt in kürzerer Form das, was ich hier in einer längeren Version geschrieben habe. Und nochmal zusammengefasst, da man es nicht oft genug wiederholen kann:

  • Idee = Kreativität
  • diese kommt, kann nicht „gemacht“ werden
  • muss zugelassen werden (Entscheidung)
  • darf nicht bewertet werden
  • braucht einen Raum, in den sie hinein kommen kann
  • dieser Raum = Stille (in unserem Geist)
  • diese Stille wird durch Stille im Außen unterstützt

(Ich habe hier die Worte „muss“ und „darf“ benutzt. Es klingt vielleicht etwas hart. Ich habe aber festgestellt, dass genau diese Dinge das Kommen von Ideen oder den Zustand von Kreativität verhindern. Also, weg damit.)

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